Vier Geräte, ein Ziel: Leni Bohle jagt bei der WM die 50-Punkte-Marke

Die 50 soll fallen! Zwei Weltmeisterschaften hat Leni Bohle bereits bestritten, bei ihrer dritten hat die 19-jährige Vorarlbergerin eine ganz bestimmte Zahl vor Augen. Beim Saisonhöhepunkt in Rotterdam möchte sie erstmals auf internationaler Bühne die 50-Punkte-Marke im Mehrkampf knacken. Ihr Erfolgsrezept: vier saubere Übungen, möglichst ohne Fehler. Mit jener Erfolgsformel hatte sich Bohle bei der EM in Zagreb das begehrte WM-Ticket gesichert.

„Mein Ziel ist es, erneut eine konstant starke Leistung abzurufen. Ich habe seit der EM nochmals an der Stabilität meiner Übungen gearbeitet, um diese noch sauberer durchturnen zu können“, erklärt Bohle. Gelingt das, sei die angepeilte 50-Punkte-Marke „absolut im Bereich des Möglichen“. Bei der Europameisterschaft in Zagreb kam die Vorarlbergerin jener Zielmarke mit 49.398 Punkten bereits nahe, bei nationalen Wettkämpfen hat sie diese sogar schon übertroffen.

Die Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt verläuft nach Plan, in den finalen Tagen vor der WM werden hauptsächlich noch Feinheiten adaptiert. Ausnahme: der Stufenbarren. Hier arbeitet Bohle mit Trainer Daniel Rexa akribisch an einem neuen, schwierigeren Abgang. Ob dieser bereits in Rotterdam ein Thema ist, wird spontan entschieden.

Routine & Weitblick

Bei ihrer dritten WM kann Bohle bereits auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Besonders die letztjährige Weltmeisterschaft in Jakarta brachte wertvolle Erkenntnisse. „Da ist nicht alles nach Wunsch gelaufen. Aber aus Fehlern lernt man bekanntlich“, so Bohle. Es gebe ihr zudem ein gutes Gefühl, schon im Vorfeld zu wissen, was auf einen zukommt. „Ich gehe mittlerweile routinierter an solch große Wettkämpfe heran.“

Über die WM hinaus richtet sich Bohles Blick bereits auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Im kommenden Jahr beginnt die entscheidende Phase der Qualifikation, in welcher auch die richtigen Schlüsse aus Rotterdam wertvoll werden könnten.

„Olympia ist eigentlich immer im Hinterkopf. Das motiviert mich in jedem Training und in jedem Wettkampf“, sagt Bohle. Jetzt liege der klare Fokus einmal auf der Weltmeisterschaft, die auch als wichtiger Gradmesser auf dem Weg nach Los Angeles dient.

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria

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