Neue Ära im Turnsport: World Gymnastics setzt auf KI und Echtzeit-Wertung

Sonntag und Montag trafen sich Delegierte aus mehr als 150 Nationen beim 86. Kongress des Internationalen Turnverbandes (FIG) in Bangkok. Turnsport Austria wurde durch Präsidentin Gabriela Jahn und Vizepräsidentin Bianca Franzoi vertreten.

Neu ist, dass die FIG ab sofort ausnahmslos nur mehr als World Gymnastics auftritt, neu ist auch der Hauptsponsor – die chinesische Sportartikelmarke Li Ning, benannt nach dem Gründer und CEO, der bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles sechs Medaillen im Turnen gewann – davon drei in Gold (siehe Foto).

Auch wenn die umfangreiche Statutenreform nur in Teilen beschlossen wurde: World Gymnastics rüstet sich für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles bzw. für eine erfolgreiche Zukunft. Turnen soll schnellstmöglich moderner und leichter verständlich gemacht werden. Das Wertungssystem wird in allen Disziplinen angepasst bzw. vereinfacht, die Echtzeit-Wertung soll eingeführt werden, am schrittweisen Einsatz von künstlicher Intelligenz wird gearbeitet.

Die Einführung der 100-m-Parcours-Speed-Disziplin darf als durchschlagender Erfolg bezeichnet werden, bei Speed und Freestyle steht ein VAR-System zur Diskussion. Bei den Paralympics 2032 in Brisbane ist die Premiere von Para-Gymnastics angedacht. Als Austragungsort für den 87. World Gymnastics Kongress im Jahre 2028 wurde Istanbul (TUR) gewählt.

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria

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