Mountainbike League Austria: Ottenschlag kührte die neuen Meister in der Gesamtwertung

Mit dem letzten Rennen in Ottenschlag ist die Saison der Mountainbike League Austria zu Ende gegangen. Ende September fiel im Mühlviertel die letzte Entscheidung einer abwechslungsreichen Saison, die die heimische Mountainbike-Elite von Ende März bis in den Herbst hinein gefordert hat. Sechs Rennen an sechs Austragungsorten, unterschiedliche Streckencharaktere und spannende Duelle sorgten dabei für eine Liga, die ihrem Anspruch als höchste nationale Mountainbike-Rennserie einmal mehr gerecht wurde.

Der Auftakt erfolgte Ende März mit der KTM Kamptal Trophy in Langenlois, ehe es im April nach Haiming ging. Im Mai warteten mit Scheffau und Windhaag gleich zwei technisch und körperlich anspruchsvolle Stationen, bevor im Juni die Nockstein Trophy in Koppl auf dem Programm stand. Den Schlusspunkt setzte schließlich das Finale in Ottenschlag. Für die Gesamtwertung wurden die fünf besten Resultate aus den sechs Rennen herangezogen, wodurch jeder Athlet und jede Athletin ein Streichresultat zur Verfügung hatte. Damit blieb die Spannung in den Gesamtwertungen bis zum letzten Rennen erhalten.

Mario Bair bleibt das Maß der Dinge

In der Eliteklasse der Männer war die Saison geprägt von einem Namen: Mario Bair. Der Fahrer des Cabtech Racing Teams zeigte über die gesamte Saison hinweg eine beeindruckende Konstanz und war bei vier der sechs Rennen nicht zu schlagen. Mit insgesamt vier Siegen setzte sich Bair in der Gesamtwertung deutlich durch und sicherte sich damit bereits zum dritten Mal in Folge den Gesamtsieg der Mountainbike League Austria in der Eliteklasse. Hinter dem Seriensieger lieferten sich Julius Scherrer vom RV DJ’s Bikeshop Simplon und Lukas Hatz von WSA KTM Graz einen spannenden Kampf um die weiteren Plätze. Scherrer beendete die Saison auf Rang zwei der Gesamtwertung, Hatz komplettierte als Dritter das Podium. Auch der Nachwuchs sorgte in der Eliteklasse für starke Akzente. U23-Fahrer Maks Barret Maunz vom KTM Factory MTB Team fuhr beim Finale in Ottenschlag auf Rang zwei und machte damit auch in der Gesamtwertung den Sack zu. Er sicherte sich den Titel in der U23-Klasse und unterstrich damit einmal mehr, dass die Mountainbike League Austria eine wichtige Plattform für die nächste Generation des österreichischen Mountainbike-Sports ist. Bei den Junioren ging der Gesamtsieg an Michael Ortner von der velo.crew Popaflo.

Sophia Knaubert gewinnt Elite- und U23-Wertung

Bei den Frauen sorgte ebenfalls eine U23-Athletin für die große Geschichte der Saison. Sophia Knaubert holte sich nicht nur den Gesamtsieg in der U23-Klasse, sondern setzte sich gleichzeitig auch in der Elite-Gesamtwertung durch. Damit zählt die junge Fahrerin zu den prägenden Gesichtern der Saison 2026 und zeigt eindrucksvoll, wie eng Nachwuchs und Elite in der Mountainbike League Austria inzwischen zusammengerückt sind. Hinter Knaubert belegte Angelina Hinder von der Union RV Dornbirn 1886 Rang zwei der Elite-Gesamtwertung. Ihre Teamkollegin Nora Fischer komplettierte als Dritte das Podium. In der U23-Wertung drehte sich das Bild: Dort sicherte sich Fischer Rang zwei vor Hinder auf Platz drei. Bei den Juniorinnen ging der Gesamtsieg an Aja Pink von den Crazy Cross Bikers. Auch damit setzt die Mountainbike League Austria ein klares Zeichen für die Nachwuchsarbeit und bietet jungen Fahrerinnen und Fahrern eine Bühne, auf der sie sich über die gesamte Saison mit der nationalen Konkurrenz messen können.

Von Langenlois bis Ottenschlag

Sechs Rennen, sechs unterschiedliche Herausforderungen: Genau diese Mischung machte die Saison 2026 aus. In Langenlois fiel Ende März der Startschuss, Haiming brachte im April die nächste große Herausforderung, ehe im Mai mit Scheffau und Windhaag zwei weitere Stationen innerhalb weniger Wochen folgten. Nach der Sommerpause beziehungsweise der Juni-Station in Koppl wartete im September mit Ottenschlag schließlich das große Finale.

Dabei verlangte die Liga den Teilnehmerinnen und Teilnehmern alles ab. Schnelle Passagen, technische Sektionen, lange Anstiege und anspruchsvolle Abfahrten wechselten sich je nach Austragungsort ab. Gleichzeitig bot jede Strecke ihren eigenen Charakter und damit neue Möglichkeiten für unterschiedliche Fahrertypen. Genau diese Vielfalt macht den Reiz einer nationalen Rennserie aus und sorgt dafür, dass sich die Gesamtwertung nicht allein über einzelne Tagesergebnisse entscheidet, sondern über Leistung, Konstanz und taktisches Geschick über die gesamte Saison.

Mit der Mountainbike League Austria steht Österreichs Mountainbike-Elite damit vor einer Rennserie, die Spitzensport und Nachwuchsförderung miteinander verbindet. Die sechs Stationen führten durch mehrere Bundesländer und brachten die besten heimischen Fahrerinnen und Fahrer regelmäßig an die Startlinie. Gleichzeitig konnten sich junge Talente über U23- und Juniorenklassen mit der nationalen Spitze messen und wichtige Rennerfahrung sammeln.
 

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband

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