Samuel Wachter kürt sich bei der Junioren-EM der Kunstturner zum Vize-Europameister. Der 17-jährige Vorarlberger behielt am Samstag im Sprungfinale in Zagreb die Nerven, zeigte zwei exzellente Versuche und sicherte sich mit 13.483 Punkten hinter dem Ukrainer Valentyn Havrylchenko die Silbermedaille. Für Turnsport Austria ist es nach Gold von Vinzenz Höck 2014 und Bronze von Vincent Lindpointner 2024 jeweils an den Ringen die dritte Medaille bei Junioren-Europameisterschaften.
„Es ist unglaublich, dass ich nun Silber gewonnen habe. Das hätte ich mir nie erträumt, ich freue mich riesig“, sagte Wachter, der als letzter der acht Finalisten an der Reihe war. „Ich habe bei den anderen Turnern nicht zugeschaut, aber ich habe die wahnsinnige Stimmung in der Halle mitbekommen und mir gedacht, die haben sicher alle guten Sprünge gezeigt. Zum Glück sind mir dann im entscheidenden Moment zwei super Sprünge gelungen.“
Nicht zum ersten Mal lieferte Wachter genau dann ab, wenn es am meisten zählte. Im Vorjahr sprang der Vorarlberger beim Europäischen Olympischen Jugendfestival (EYOF) in Skopje ebenfalls zu Silber. „Großveranstaltungen dürften mir liegen“, meinte Wachter. Am morgigen Sonntag (10:00 Uhr) bestreitet der 17-Jährige ebenso wie Jeremy Balazs das Mehrkampffinale. „Das ist jetzt noch ein Bonus. Ich will es einfach genießen.“
„Nervenstärke auf Weltklasse-Niveau“
Großes Lob gab es von Nationaltrainer Michael Fussenegger: „Wir waren im Finale, da kann immer alles passieren. Beeindruckend ist aber, wie nervenstark Sammy ist. Er hat sich diese Medaille mehr als verdient!“
Turnsport-Austria-Sportdirektor Fabian Leimlehner sprach gar von „Nervenstärke auf Weltklasse-Niveau“. Diese habe letztlich den Ausschlag für die Medaille gegeben. „Es war ein unglaublich spannendes Finale und ich bin fast sprachlos, dass es tatsächlich so aufgegangen ist. Gratulation an ihn, das gesamte Trainerteam und alle Betreuer*innen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“
Text- und Bildquelle: Turnsport Austria






