Höhen, Tiefen und große Emotionen: Österreichs Juniorinnen bei der EM

Einen Wettkampf mit Höhen und Tiefen erlebten Österreichs Juniorinnen Freitagnachmittags bei der EM in Zagreb. Kurz nach Beendigung der Qualifikation stand jedoch rasch die Freude über das einzigartige Erlebnis auf der größten Turnbühne Europas im Vordergrund. „Die Atmosphäre in der Halle war unglaublich, so etwas habe ich noch nie erlebt“, erzählt Maria Strigl, die mit 45.365 Punkten den Mehrkampf als beste Österreicherin abschloss.

Neben Strigl turnten auch noch Helene Richter (43.532) und Larissa Szanwald auf allen vier Geräten. Komplettiert wurde Österreichs fünfköpfiges Juniorinnen-Team durch Lea Walli, die am Sprung und Balken Österreichs beste Wertungen verzeichnete, und Jana Dina Beck. In der Teamwertung standen am Ende 136.030 Punkte zu Buche.

Am Auftaktgerät, dem Boden, erwischte Strigl einen verheißungsvollen Start. Auch mit den Übungen am Sprung und dem Stufenbarren zeigte sich die junge Turnerin zufrieden. „Die ersten drei Geräte waren alle gut, vor allem am Boden war das eine sehr saubere Übung“, so Strigl. Besonders bedeutend sei ihr neben dem Sportlichen auch das gemeinsame Erlebnis gewesen: „Wir sind alle seit Jahren gemeinsam im Kader, wachsen immer mehr zusammen und sind mittlerweile fast wie eine zweite Familie.“

Licht und Schatten

Einen Wettkampf mit Licht und Schatten erlebte Larissa Szanwald. Am Boden überzeugte die erst 14-Jährige mit 12,000 Punkten, auch ihre Stufenbarrenübung (10,900) gelang solide. Am Balken musste sie hingegen zweimal vom Gerät, am Sprung rutschte sie ab und blieb ohne Wertung. „Im ersten Moment war ich natürlich sehr traurig. Dann muss man sich aber abschütteln wie ein Hund, wenn er nass ist, und den Fokus sofort auf das nächste Gerät richten“, beschrieb Szanwald ihren Umgang mit dem Rückschlag. Langfristig hat sie große Ziele: Über das EYOF 2026 und weitere internationale Großereignisse soll der Weg eines Tages zu Olympia führen.

Auch für Helene Richter verlief nicht alles nach Wunsch. Vor allem am Sprung und Schwebebalken hätte sich die 15-Jährige mehr zugetraut, dafür durfte sie sich am Stufenbarren über 11,366 Punkte freuen. „Der Wettkampf war nicht ganz so, wie ich ihn mir erhofft habe. Mit dem Stufenbarren bin ich aber sehr glücklich. Vor allem bin ich aber dankbar, hier dabei sein zu dürfen. Eine Juniorinnen-EM erleben zu können, ist für mich etwas ganz Besonderes.“ Schon im kommenden Jahr erfolgt für Richter der Wechsel in die Elite. EM und WM sind dort die nächsten großen Ziele.

Walli genießt ihre Premiere

Für Lea Walli stand bei ihrer ersten Juniorinnen-EM vor allem das Erlebnis im Vordergrund. Sportlich durfte sie sich unter anderem über jeweils starke 12,000 Punkte am Sprung und 11,633 am Balken freuen. „Es hat mir sehr gut gefallen und war eine tolle Erfahrung. Für mein erstes Mal habe ich den Wettkampf sehr gut gemeistert“, zeigte sich Walli zufrieden. Besonders sicher fühlt sie sich am Stufenbarren: „Die Übung kenne ich mittlerweile in- und auswendig.“ Nach dem Wettkampf stand für die Tirolerin nur noch eines auf dem Programm: gemeinsam mit Freundinnen und Teamkolleginnen den Abend genießen.

Jana Dina Beck durfte zu Beginn am Boden ran und verzeichnete eine Wertung von 10.000 Punkte. Eine Erinnerung, die die 14-Jährige so schnell nicht vergessen wird. „Es war unglaublich. So eine tolle Atmosphäre, es war richtig schön und laut.“ Aus Zagreb nimmt Beck deshalb vor allem eine wichtige Erkenntnis mit: „Es läuft nicht immer alles perfekt. Dann muss man es einfach abhaken, weitermachen und das Positive mitnehmen.“

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria

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