Leni Bohle blickt voller Zuversicht Richtung EM

Beim 4-Nationen-Länderkampf in der Wiener Sport Arena absolvierte Leni Bohle einen gelungenen Härtetest auf dem Weg zur Europameisterschaft. Als Sechste musste sich die österreichische Mehrkampfmeisterin lediglich internationalen Top-Athletinnen geschlagen geben. „Ich finde es lässig zu sehen, dass ich mit den besten Turnerinnen Europas schon richtig gut mithalten kann“, zog die 19-Jährige ein zufriedenes Fazit.

Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen durfte sie sich außerdem über Bronze im Mannschaftsbewerb freuen. „All in all war es ein sehr gelungener Wettkampf. Natürlich gab es noch ein paar Unsicherheiten und Wackler, besonders am Balken und am Stufenbarren. Aber genau daran kann ich jetzt bis zur EM arbeiten.“

Feinschliff vor der EM

Bis zum ersten Saisonhöhepunkt Mitte August in Zagreb bleibt nun noch knapp ein Monat Zeit. Nach einem Trainingslager in Deutschland wird Bohle mit dem österreichischen Team drei Wochen gemeinsam in Linz die unmittelbare EM-Vorbereitung bestreiten, ehe es direkt nach Kroatien geht. „Ich möchte bis dahin noch an den Feinheiten arbeiten, damit ich meine Übungen noch konstanter und auf einem hohen Niveau turnen kann.“

Wo der größte Feinschliff nötig ist, weiß Bohle genau. Vor allem am Schwebebalken und am Stufenbarren sieht sie noch Potenzial. „Mit meinem Aufgang am Balken hatte ich in den vergangenen Wochen immer wieder Probleme. Diesmal hat er funktioniert, jetzt möchte ich ihn dauerhaft stabilisieren. Auch am Stufenbarren können die Handstände noch sauberer werden.“ Auch am Boden will sie weiter an den Landungen und der Ausführung arbeiten.

Lob und klare Ziele

Lob gab es jedenfalls von Cheftrainerin Lara van Dyck: „Leni ist auf einem sehr guten Weg. Sie will sich ständig verbessern und hat in der kurzen Zeit, in der ich jetzt mit ihr zusammenarbeite, schon große Fortschritte gemacht.“

Für Zagreb hat Bohle klare Ziele vor Augen. „Ich möchte meine Übungen ohne große Fehler durchturnen, stabil turnen und den Wettkampf genießen. Gleichzeitig möchte ich so viele Erfahrungen wie möglich sammeln. Jede davon hilft mir auf meinem weiteren Weg.“ Mit dieser Mischung aus Ehrgeiz und Gelassenheit blickt die 19-Jährige den Europameisterschaften jedenfalls mit viel Zuversicht entgegen.

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria

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