Tabea Huys und Anatol Friedl holen die österreichischen U23 Titel bei den Vierländermeisterschaften in Luxemburg

In Weiswampach, auf der Strecke des Grand Prix Général Patton trugen die nationalen Verbände von Österreich, Deutschland, Luxemburg und der Schweiz ihre gemeinsamen Vierländermeisterschaften in der Klasse U23 aus. Seit 2023 fahren die Athletinnen dieser Altersklasse ein gemeinsames Rennen mit vier Titelentscheidungen und einem prestigeträchtigen Gesamtsieg. Die Männer trugen ihr Rennen am Sonntag dann in Parc Hosingen aus und fahren seit 2024 ein gemeinsames Rennen mit vier Nationen.

Der Gesamtsieg bei den U23-Frauen ging in Luxemburg an die Schweizerin Lorena Leu, die sich souverän im Massensprint durchsetzte vor ihrer Landsfrau Zoe Schiess und der für das österreichische Continental-Team Tirol Women Cycling fahrenden Lokalmatadorin Liv Wenzel. Leu sicherte sich somit den Schweizer Titel, Wenzel den der Luxemburgerinnen. Neue Deutsche Meisterin wurde etwas überraschend Laura Kronburger vor der früheren Eisschnellläuferin Maira Jasch.

Frischgebackene Österreichische Meisterin wurde Tabea Huys vom Tirol Women Cycling vor ihrer Teamkollegin Ramona Grießer und Julia Hallwirth (Bikeleasing Verge VICC). “Das Rennen verlief so gar nicht Plan, denn eigentlich wollte ich in Gruppen gehen, aber die Löcher wurden immer wieder zugefahren“, schilderte Huys nach einem sehr aktiven Rennen. Auf dem 10,5 Kilometer langen Rundkurs um Weiswampach lief allerdings das Feld immer wieder zusammen und so kam es nach neun Runden zum Massensprint.

“Ich wurde dabei ein wenig eingebaut von einer Fahrerin, die einen Leadout für ihre Teamkollegin fuhr. Zum Glück konnte ich einen Sturz vermeiden und am Ende hat es sogar noch mit dem Meistertitel geendet“, fügte Huys an, die das Rennen auf Rang 13 beendete. Grießer wurde knapp dahinter 16te, auch Hallwirth landete als 19te noch in den Top 20.

In Parc Hosingen auf einem 11,7 Kilometer langen Rundkurs wurde das Rennen der U23-Männer bei den Vierländermeisterschaften entschieden. Der Gesamtsieg ging an den Deutschen Paul Fietzke, der sich vor seinen Landsmännern Moritz Mauss und Louis Leidert durchsetzte. 43 Sekunden hinter dem Sieger überquerte Anatol Friedl als Fünfter den Zielstrich und eroberte damit das rot-weiß-rote Meistertrikot.

Auf dem welligen Parcours absolvierten die 132 Starter aus den vier Nationen acht Runden und von Runde zu Runde dünnte sich das Feld aus. Am Ende kamen die Top Ten fast alle allein an, was die Selektivität der Strecke unterstrich. Hinter Friedl landete mit Nicolas Ginter der neue Schweizer Meister auf Rang sechs. Er fährt für das österreichische Tirol KTM Cycling und ließ sogar den WM-Silbernenen von Ruanda, seinen Landsmann Jan Huber deutlich hinter sich.

Das heimische Podium komplettierten Dominik Hödlmoser (Hrinkow Advarics) und David Preyler (Schwingshandl Intralogistics), der sich im Sprint gegenüber Felix Rützler, Paul Viehböck (beide Tirol KTM Cycling) und Valentin Poschacher (Hrinkow Advarics) durchsetzte.

 

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband

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