MU23
Max Baxa (LT Bgld Eisenstadt) der vor diesem Wochenende noch knapp außerhalb der acht Startplätze für die U20-WM in Eugene lag setzte über 400m Hürden ein Ausrufezeichen. Mit 51,60s verbesserte sich der Burgenländer um 76/100s auf 51,60s und ist damit aktuell wohl im WM-Aufgebot. Silber ging mit 52,37s an Raphael Briel (ULC Linz Oberbank) der weiterhin auf Platz fünf der Qualifizierten liegt. Bronze holte Jonathan Wieser (ATSE Graz) in 55,47s.
Im Diskuswurf verbesserte U20-Athlet, und wohl fix in bei der U20-WM, startende Stefan Gaisbauer (ULC Linz Oberbank) seine persönliche Bestmarke mit der 2kg Scheibe gleich im ersten Versuch um mehr als einen Meter auf 55,17m und holte damit Gold vor Benjamin Pichler (TGW Zehnkampf-Union) mit 53,86m und Leonhard Jäger (SV Reutte Leichtathletik) mit 52,86m. Leonhard Jäger war im Kugelstoß erwartungsgemäß nicht zu schlagen und blieb mit 18,21m nur 16cm unter seiner Bestweite. Silber ging dort an Stefan Gaisbauer mit 14,59m, Bronze an Lukas Kürsteiner (TS Lustenau) mit 13,62m.
Leonhard Jäger: „Die Serie heute war nicht wirklich gut, aber der letzte Versuch war dann weit genug und das ist was zählt. Bei den Staatsmeisterschaften in Innsbruck möchte ich meine Bestmarke weiter verbessern.“
Bestleistungen für das gesamte Podium gab es über 200m. Maximilian Graff (ATSE Graz) verbesserte sich um 12/100s auf 21,39s (-0,1) und blieb damit beim Goldlauf nur 14/100s über dem U20-WM-Limit für Eugene. Marcus Locsmandy (LT Bgld Eisenstadt) verbesserte sich gar um 48/100s auf 21,53s und holte Silber vor Jakub Zembaty (LC Villach) mit 21,64s der sich um 14/100s steigerte. Über 110m Hürden gewann Stefan Huber (IAC) mit 14,75s (-1,5) klar vor Leonhard Elbs (TS Bregenz-Vorkloster) mit 15,68s und Moritz Töpfl (TGW Zehnkampf-Union) in 16,38s.
Der Jahresschnellste über 800m Niklas Kainrath (Union St. Pölten) gewann in 1:56,98 vor Samuel Lengauer in 1:57,27 und Niklas Scherb (beide TGW Zehnkampf-Union) in 1:57,99. Über 5000m holte sich Markus Reißelhuber (team2012.at) Gold in 15:01,65. Silber ging an Damjan Eror (LAC Waidhofen/Ybbs) mit 15:05,91. Bronze holte Josua Gschwentner (TRI-X Kufstein) mit 15:25,13.
Niklas Kainrath: „Den Wind hat man heute schon ordentlich gemerkt. Am Ende habe ich die anderen schön gehört und konnte nochmal zulegen. Morgen starte ich auch über 1500m.“
Andreas Gamsjäger (ProTeam Vienna) gewann den Hochsprang zwar mit 2,01m, bei 2,07m war aber bereits Schluss und das U20-WM-Limit damit außer Reichweite. Lorenz Wirth (TS Lauterach) holte Silber mit 1,85m. Der Stabhochsprung war eine oberösterreichische Angelegenheit. Philipp Mayr-Mauhart (TGW Zehnkampf-Union) gewann mit 4,20m vor Tim Widmann (ALC Wels) mit 4,00m im ersten Versuch und Michael Schonka (ULC Linz Oberbank) mit 4,00m im zweiten Versuch. Im Dreisprung siegte Lorenz Weber (Union St. Pölten) mit 14,98m (+3,2) vor Jakob Grubmüller (Union Salzburg Leichtathletik) mit 13,52 (+2,2) und Marin Steiner-Pöschl (SVS-Leichtathletik) mit 13,25m (+2,7).
WU23
Der Vor- und Endlauf über 100m Hürden endete mit Isabelle Engel (SU Leibnitz) als Siegerin vor Iman Roka (ATSV OMV Auersthal – Athletics 22) und Nina Mayrhofer (SVS-Leichtathletik). Die Zeiten fürs Podium bei -1,6m/s Gegenwind lagen bei 13,76s, 14,01s und 14,32s.
Isabelle Engel: „Insgesamt war es ein sehr gutes Rennen. Ich habe mich sehr gefreut wieder hier laufen zu können, da ich die letzten zwei Jahre hier studiert habe. Der Wind hat krass reingeblasen, aber es hat trotzdem gut funktioniert, die Zeit passt und ich bin froh jetzt auch U23-Meisterin über die Hürden zu sein.“
Tabea Schmid (ULC Riverside Mödling) ging gleich zweimal an den Start und holte auch zweimal Gold. Über 800m siegte die U20-EM Teilnehmerin des Vorjahres in 2:15,17 vor Flora Heiml (LAC BMD Amateure Steyr) in 2:16,83 und Marie Glaser (SVS-Leichtathetlik) in 2:17,22. Knapp drei Stunden später gewann die Niederösterreicherin über 5000m in 18:22,73 knapp 10 Sekunden vor Vereinskollegin Nicole Bauer. Sophie Ritzmaier (LCU Neustadl) verbesserte ihre Bestzeit um über 30 Sekunden auf 18:33,75 und holte Bronze.
Tabea Schmid: „Beide Rennen waren relativ taktisch, deswegen lief ich nach dem 800er auch den 5000er. Es war richtig cool und ich hab mich bei beiden recht frisch gefühlt. Mit der Saison bin ich sehr zufrieden. Jetzt freue ich mich auf die Staats und ich hoffe auf eine weitere gute 1500er Zeit in Sindelfingen.“
Im Hammerwurf konnte Nina Butter (Union St. Pölten) die Jahresbeste Leonie Moser (KSV Alutechnik) in Schach halten und gewann mit 53,12m. Für Moser gab es Silber mit 51,40m vor Vereinskollegin Annika Kern mit 47,14m.
MU18
Die Niederösterreicher Marco Glinz (UVB Purgstall) und Lucas Gschier (ULC Riverside Mödling) zeigen sich zum Limitschluss in Topform. Marco Glinz verbesserte seine 200m Bestzeit um eine weitere Zehntel auf 21,48s, blieb damit um 6/100s unter dem bisherigen Rekord von Jonas Prammer vom Mai diesen Jahres und das bei 2,1m/s Gegenwind. Platz 2 ging an Lucas Gschier der sich gegenüber dem Vorjahr um fast eine Sekunde steigerte und 21,87s auf die Bahn zauberte und Finn Hoffmann (ULC Zehnkampf) mit 22,42s klar hinter sich. Zuvor glänzte der Zehnkämpfer Gschier bereits über 110m Hürden mit dem Titel und mit einer neuen Bestleistung in 13,92s (-2,6) vor seinen Vereinskollegen Karim Ahmed in 14,53s. Bronze holte auch hier Finn Hoffmann mit 15,15s.
Marco Glinz: „Ich habe mich die letzten Wochen schon richtig gut gefühlt und die Vorbereitung für die EM läuft hervorragend. Während dem Lauf hat es sich nicht so schnell angefühlt und den Gegenwind habe ich schon sehr gespürt, aber die Zeit war schlussendlich gut. Jetzt heißt es noch eine weitere Woche gut trainieren und dann geht es eh schon Richtung Rieti.“
Lucas Gschier nach dem Hürdensieg: „Der Vorlauf hat sich mega angefühlt. Auch im Finale fand ich den Gegenwind eigentlich gar nicht so schlimm. Obwohl ich parallel beim Stabhochsprung am Start war und dadurch etwas hin und her wechseln musste, konnte ich mich gut auf den Lauf fokussieren. Vielleicht geht es bei besseren Bedingungen noch eine Zehntel schneller, aber im Zehnkampf ist es dann auch wieder etwas anderes.“
Nicolas Schwendt (DSG Wien) schob sich im Weitsprung mit 6,75m (+4,1) gleich im ersten Versuch an die Spitze. Im fünften Versuch gelang dann eine Steigerung auf 6,81m (+0,2), bevor es im letzten Versuch ein Satz auf 7,08m gelang. Damit verbesserte der Wiener nicht nur seine Bestmarke aus dem Vorjahr um 7cm sondern holte sich nach dem 100m U18-EM-Limit nun auch das Weitsprung Limit (7,00m). Nico Hollaus (TGW Zehnkampf-Union) verbesserte seine Bestleistung im letzten Versuch auf 6,64m (+0,5) und holte vor Markus Birngruber (ULC Linz Oberbank) mit 6,36m (+1,8) Silber.
Zsombor Klucsik (TS Egg) verbesserte seine Bestmarke über 400m Hürden um 6/10s auf starke 51,88s und verpasste den ÖLV-U18-Rekord von Dominik Hufnagl nur um 8/100s. Silber und Bronze ging an die beiden weiteren U18-EM-Qualifizierten Jonas Kobleder (LAG Genböck Haus Ried) und Luca Hartner (Union St. Pölten), wobei Kobleder mit 54,18s (PB) vor Hartner mit 54,78s lag.
Beide Laufbewerbe gingen nach Kärnten. Über 800m gewann der für die U18-EM qualifizierte Sebastian Kofler (LC Villach) in 2:00,62 vor Noah Edelbauer (LT Bgld Eisenstadt) in 2:03,45 und Niklas Tost (ATSE Graz) in 2:04,21. Später holte Matteo Xaver Jost (LC Villach) im harten Duell mit Florian Huemer (LAC BMD Amateure Steyr) über 3000m Gold in 9:09,36. Huemer holte 1,03s dahinter Silber, Bronze ging an den 2000m Hindernis U18-EM Teilnehmer Daniel Schaufler (LAC Waidhofen/Ybbs) in 9:13,27.
Sebastian Kofler: „Für den vielen Wind bin ich mit dem Rennen schon zufrieden. Bei der EM werde ich mich auf die 800m konzentrieren. Im Herbst möchte ich noch bei der U20-ÖM starten und wenn möglich meine Bestzeit weiter verbessern.“
Im Stabhochsprung gab es einen Tiroler Doppelsieg. Josef Plattner (ATSV Innsbruck) gewann mit 4,10m im zweiten Versuch vor Vereinskollege Leo Mössner der 4,00m im zweiten Versuch übersprang. Bronze ging an Leon Lichtenegger (TGW Zehnkampf-Union) der mit 3,80m im ersten Versuch Zehnkämpfer Lucas Gschier in Schach hielt, der dafür zwei Versuche benötigte. Im Hammerwurf sorgten Michael Markovits (SVS-Leichtathletik) mit 48,04m, Julian Klammbauer (Union St. Pölten) mit 45,96m (PB) und Maximilian Scheibelbauer (Union Pottenstein) mit 44,89m für ein rein niederösterreichisches Podium.
WU18
800m U18-Rekordlerin Magda Karall (LT Bgld Eisenstadt) gewann erwartungsgemäß ihren Bewerb in 2:10,81. Platz 2 ging an Carolina Grabner (LAC Waidhofen/Ybbs) in 2:13,97. Bronze ging an Karall’s Vereinskollegin Lena Baumeister in 2:17,51. Über 3000m verbesserte Eulalie Martin (UAB Athletics) ihre Bestzeit auf 10:24,07 und holte damit Gold. Rund 14 Sekunden dahinter gab es für die bislang Jahresschnellste Ilvie Flora Reichl (ProTeam Vienna) Silber, weitere 14 Sekunden dahinter holte Leonie Schrötner (TS Innsbruck Bronze).
Magda Karall: „Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Rennen. Bei dem vielen Wind hat das schon gut gepasst. Ich freue mich schon sehr auf die EM und ich hoffe ich kann dort wieder ein gutes Rennen zeigen, das dann auch für den Aufstieg in die nächste Runde reicht. Langfristig wäre es schon cool den Sport auch als Beruf ausüben zu können und irgendwann bei einer WM- oder Olympia dabei zu sein.“
Die Sprintbewerbe litten etwas unter dem starken Gegenwind. Für die U18-EM-Teilnehmerinnen Fiona Schwarz (SVS-Leichtathletik) und Jasmin Ungersböck (ULC Riverside Mödling) gab es erwartungsgemäß Gold. Ungersböck gewann die 200m in 25,12s (-1,3) vor Alina Glasner (SU IGLA long life) in 25,90s und Michelle Mayer (SU Leibnitz) in 26,32s. Schwarz gewann die 100m Hürden in 14,68s (-3,7) vor Janessa Vanis (HSV Bruck Kaisersteinbruch) die mit 14,82s sogar eine Bestmarke aufstellen konnte. Platz 3 holte sich Deborah Achleitner (IAC) in 15,04s. Für die U18-EM-Teilnehmerin im Weitsprung stand danach ihre Spezialdisziplin am Programm, wo sie mit 6,03m (+1,3) zum ersten Mal die 6m Marke übersprang und Gold holte. Auch für die Silber- und Bronzemedaillengewinnerinnen Aurelia Bernhard (TS Bregenz-Stadt) mit 5,53m (+1,1) und die erst 14-jährige Valentina Vejmelek (TGW Zehnkampf-Union) mit 5,34m (+2,0) gab es persönliche Bestleistungen. Vejmelek schob sich im letzten Durchgang auf Platz 3, denkbar knapp vor Lisa Lagg (IAC) mit 5,33m und Clara Ladstätter (TGW Zehnkampf-Union) mit 5,32m.
Deborah Achleitner: „Der Wettkampf hat gut begonnen mit den ersten drei Sprüngen. Der Vierte war dann halt mega. Ich habe gewusst ich kann es springen und das es jetzt geklappt hat ist Spitze. Die Vorbereitung für die EM läuft mittlerweile sehr gut. Ich hoffe ich kann dort so eine Leistung wie heute zeigen und das Coolste wäre natürlich ins Finale zu kommen.“
Neve-Monet Roka (ATSV OMV Auersthal – Athletics 22) gewann die 400m Hürden in 64,20s vor Lea Grubmüller (TGW Zehnkampf-Union) in 66,68s (PB) und Lea Barbara Kassl (ULC Riverside Mödling) in 68,39s. Der Stabhochsprung ging wie bei den Burschen nach Tirol. Leonie Kurz (ATSV Innsbruck) stellte mit 3,50m im dritten Versuch ihre Bestmarke ein und gewann vor Emely Lunzer (ATSV OMV Auersthal – Athletics 22) die sich um 20 Zentimeter auf 3,40m steigerte. Bronze holte Sophie Prigojeva (TS Innsbruck) mit 3,30m. Der Hammerwurf endete wie es die Meldewerte vorhersagten. Doreen Reiterer (Union St. Pölten) gewann mit 49,76m vor Ilvy Lehmann (MLG Sparkasse) mit 47,86m und Elina Fuchs (Union St. Pölten) mit 46,65m.
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Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | @amri.sports






