Turnsport-Elite kämpft in Dornbirn um Staatsmeistertitel

Die rot-weiß-rote Turnsport-Elite trifft sich von Donnerstag bis Samstag zu den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Kunstturnen in der Dornbirner Messehalle 6. Erstmals werden nicht nur Elite- und Juniorenklasse ausgetragen, sondern auch die Jugend-Meisterschaften. Insgesamt treten in Dornbirn 268 Turner’innen aus 51 Vereinen, 108 davon in der Eliteklasse.

Die Nennliste wird von den Mehrkampf-Vorjahrsmeister’innen Selina Kickinger (Sportunion Böheimkirchen) und Gino Vetter (TS Lustenau) sowie den Vorarlberger Olympia-Kaderathletinnen Leni Bohle und Leonie Gschließer (beide TS Hohenems) angeführt. „Auch wenn es einige verletzungsbedingte Absagen gibt- u.a. von Aurea Wutschka, Mateo Fraisl und Paul Schmölzer -, erwarte ich mir höchstes Niveau“, betont Sportdirektor Fabian Leimlehner.

Die WM-Siebente Charlize Mörz ist zwar nach Vorarlberg gereist, wird aber nicht antreten. „Charlize paukt für die mündliche Matura, sie wird hier nur ein paar Trainingseinheiten absolvieren, um genügend Zeit für die Matura-Vorbereitung zu haben. Es ist in unserem Sinne, dass sich Charlize dann bald nur noch aufs Turnen konzentrieren und die Schule abhaken kann, um für die Saison-Höhepunkte EM & WM gerüstet zu sein“, so Fabian Leimlehner.

Veranstalter Marc Brugger hofft darauf, „dass besonders unsere lokalen Vorzeige-Athlet*innen entsprechend gut abliefern. Ob’s wie im Vorjahr gleich 32 Medaillen werden, bleibt abzuwarten. Aber natürlich sind wir davon überzeugt, am Ende wieder auf Rang eins des Medaillenspiegels zu landen. Wir sollten den Heimvorteil nutzen, können mit 600 – 800 Besuchern pro Tag rechnen.“

Organisatorisch kann sich Marc Brugger auf ein eingespieltes Team von gut 120 Helfer*innen verlassen: „Es sind die dritten Meisterschaften in Dornbirn in Folge. Wir wissen was zu tun ist.“

Auf Bruggers Erledigungsliste standen u.a. die Anlieferung von vier Tonnen Spieth-Turngeräten (mit einem Warenwert von 200.000 €), 12 Tonnen Betonblöcken (zum Fixieren der Geräte), die Anschaffung von 900 kg Nudeln, 800 kg Sugo für die Verpflegung der Teilnehmer*innen, 600 Liter Fruchtsäfte und 500 Liter Wasser.

Die Titelkämpfe starten Donnerstagvormittag (ab 09:30 Uhr) mit dem Mehrkampf und werden Samstagabend mit den Elite-Gerätefinali abgeschlossen. „Ich fühle mich deutlich besser vorbereitet als im letzten Jahr, als ich 5 Goldmedaillen gewinnen konnte“, gibt sich Titelverteidiger Gino Vetter betont optimistisch. „Mit dem Gino 2025 bin ich nicht mehr zu vergleichen. Der Schwierigkeitsgrad meiner Übungen ist deutlich gestiegen.“

Nicht minder optimistisch ist auch Leni Bohle: „Ich werde ein paar neue Elemente – wie den Schwebebalken-Abgang mit Doppelsalto – präsentieren, war heuer schon in einem Weltcup-Finale. Ich fühle mich top.“ Einer ihrer Hauptgegnerinnen wird Klubkollegin Leonie Gschließer sein. Die 16-Jährige gibt ihr Staatsmeisterschaftsdebüt in der Eliteklasse.

 

Text- und Bildquelle: Turnsport Austria

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