Samstag spulte man in der Heimhalle im 22. Bezirk nochmals alle Übungen vor den Augen von Nationaltrainerin Luchia Egermann ab, Sonntag flog der erste Teil der 18-köpfigen rot-weiß-roten Delegation zur Europameisterschaft der Rhythmischen Gymnastik nach Warna (BUL/27. – 31.05.) ab. Die Gruppen-Gymnastinnen folgen am Donnerstag nach.
„Ein paar kleine Unaufmerksamkeiten, aber keine großen Fehler. Ihr habt euch ordentlich präsentiert. Wir bleiben nicht stehen, entwickeln uns weiter – wir sind am richtigen Weg! Toi, toi, toi… Alles Gute!“ Mit diesen Worten verabschiedete Luchia Egermann ihre Schützlinge nach dem letzten gemeinsamen Training am Bundesstützpunkt in Wien.
3 Juniorinnen, 2 Elite- und 6 Gruppen-Gymnastinnen – in dieser Quantität war Österreich noch nie bei einer Europameisterschaft vertreten. „Der neue Weg zahlt sich aus, ich bin stolz darauf, wie stark sich unsere Gymnastinnen in den letzten Monaten gesteigert haben. Das bleibt auch international nicht verborgen. Wenn alles optimal läuft, dann sollten sie sich im Mittelfeld etablieren können. Das wäre schon sehr, sehr gut“, meinen Luchia Egermann ujnd Gruppentrainerin Margit Safarne Kurek unisono.
Insgesamt sind in Bulgarien 361 Gymnastinnen (davon 254 in der Eliteklasse) aus 43 Nationen am Start. Österreich stellt 11 Aktive und 7 Betreuer:innen. „Es ist ein großer Schritt, mit 11 Gymnastinnen antreten zu können – erstmals eine Gruppe dabei zu haben“, betont Turnsport-Austria-Sportdirektor Fabian Leimlehner.
„Wir sind voll motiviert – bei unserem ersten EM-Auftritt als Gruppe. Unser großes Ziel ist, beide Gruppen-Übungen möglichst fehlerlos zu präsentieren. Bei der Reifen-Keulen-Übung sind wir schon ziemlich stabil, mit dem Ball sind uns auch am Samstag noch einige kleinere Fehler passiert. Das würden wir gerne abstellen“, meint Julia Neumann.
Arina und Dina Mironskaya können – im Gegensatz zur Gruppe – schon drei bzw. zwei EM-(Elite-)Teilnahmen vorweisen. Neu ist, dass die Geschwister in allen vier Einzel-Disziplinen antreten werden. „Neue Punke-Bestleistungen wären das Ziel, speziell an unseren Lieblingsgeräten. Wir haben jedenfalls beide den Schwierigkeitsgrad unserer Übungen deutlich erhöht.“
Arina darf mit dem Reifen auf eine neue Punktebestleistung hoffen, bei Dina sind Ball- und Keulenübung gleichermaßen konstant. „Wir drücken uns gegenseitig die Daumen, das versteht sich von selbst. Aber beim Lieblingsgerät will man am besten selbst die Nase vorne haben, auch vor der eigenen Schwester“, bekennt Dina mit Augenzwinkern. Dienstag steht für die beiden in der EM-Halle das erste Training an.
Das Turnsport-Austria-Aufgebot für die RG-EM in Warna: Juniorinnen: Elina Loacker, Sophia Celine Nowak, Eva Resmann; Elite: Arina und Dina Mironskaya; Elite-Gruppe: Mariia Filatova, Julia Neumann, Magdalena Pamminger, Viola Preiml, Alina Razinkova, Anna Scheidl; Trainerinnen: Luchia Egermann, Margit Safarne Kurek, Vesela Milanova; Wertungsrichterinnen: Annires Marchetti, Paulina Miklavicic, Team-Managerin: Florentina Marchart, Delegationsleitung: Fabian Leimlehner.
Text- und Bildquelle: Turnsport Austria






