Lassacher gewinnt B-Lauf und läuft neue Bestzeit bei 10.000m-Europacup

Der traditionsreiche Europacup, der bereits seit 1997 ausgetragen wird, um das europäische Distanzlaufen gezielt zu fördern, bot auch in diesem Jahr die perfekte internationale Bühne für die kontinentale Elite abseits klassischer Großereignisse. Als einzige österreichische Vertreterin schlug sich Cordula Lassacher im stark besetzten Feld bravourös.

Hitzeschlacht von La Spezia: Taktik und Kühlung im Fokus

Das Thermometer stellte mit sommerlichen 26 Grad Celsius beim Start eine extreme Herausforderung für die Läuferinnen auf den 25 Stadionrunden. Das Feld ging das Rennen daher zunächst kontrolliert und in einem sehr gleichmäßigen Tempo an. Lassacher, die sich akribisch vorbereitet hatte, agierte taktisch klug und hielt sich immer im vorderen Feld auf. Um der enormen Hitze entgegenzuwirken, nutzte sie fast jede zweite Runde die Getränkestation, um sich abzukühlen und das Rennen kontrolliert zu gestalten. Die 5.000 m absolvierte Lassacher in 16:44 min.

„Ich habe, glaub ich, das Beste aus der Situation gemacht, die Bedingungen waren doch sehr heiß. Grundsätzlich bin ich schon happy, aber ich weiß auch, dass ich mehr zeigen hätte können bei besseren Bedingungen. Ich habe mich bei der Getränkestation oft abgekühlt, weil das Rennen nicht so schnell war und ich auf Nummer sicher gehen wollte, um schnell zu finishen. Vielleicht konnte ich mit dem Lauf auch zeigen, dass ich einen Platz im A-Lauf verdient hätte.“

Tempoverschärfung ab Kilometer 6 und die Attacke zum Sieg

Kurz nach der Streckenhälfte kam mehr Bewegung in das Feld. Bei Kilometer 6 erfolgte eine deutliche Tempoverschärfung an der Spitze. Lassacher reagierte sofort, ging die Beschleunigung mühelos mit und hielt sich sicher in der Spitzengruppe. Rund dreieinhalb Runden vor dem Ende ergriff sie schließlich selbst die Initiative. Mit einem entschlossenen Antritt sprengte sie die verbliebene Dreiergruppe, die dem hohen Tempo nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Zwei Runden vor dem Ziel betrug ihr Vorsprung bereits rund 20 m. Diesen Vorsprung baute Lassacher kontinuierlich aus. Mit einem schnellen letzten Kilometer von 3:06 Minuten lief sie in 33:22,45 min als strahlende Siegerin über die Ziellinie.

Damit verbesserte sie ihre alte Bahnbestleistung (33:54,73 min) um exakt 32,28 s. Rang zwei im B-Lauf ging an die Italienerin Greta Settino in 33:31,10 min. Der Sieg im Gesamtklassement ging an Elzbieta Glinka (POL) mit einer Zeit von 31:45.36 min. Lassacher landete im Gesamtergebnis auf Rang 22 unter den 44 Athletinnen, die das Ziel erreichten. 

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband

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