Lassacher einzige ÖLV-Vertreterin beim 10.000-Meter-Europacup

Der Startschuss dieses Förderwettkampfs für den europäischen Langstreckenlauf erfolgte 1997 in Barakaldo (ESP) als „European 10.000 m Challenge“, seit 2006 trägt er den Namen Europacup. Die 28. Auflage dieser Veranstaltung findet nun zum vierten Mal in Italien statt. Österreichs Damen-Leichtathletik war bislang erst durch fünf Läuferinnen vertreten, zuletzt lief Julia Mayer (DSG Wien) im Jahr 2019 im C-Lauf in London (GBR) eine Zeit von 33:53,69 min.

Lassacher möchte persönliche Bestzeit angreifen

Die 22-jährige Steirerin reist heute mit ihrer Trainerin Dr. Karin Haußecker in die rund 93.000 Einwohner:innen fassende Hafenstadt am ligurischen Meer. Aufgrund er 60 Nennungen aus 21 Nationen planen die Veranstalter mit drei Zeitläufen für die Damen. Ob es wirklich so viele sein werden, wird man sehen, denn es gibt nicht nur aus Österreich drei kurzfristige Absagen, sondern auch Italiens Superstar, Olympiasiegerin Nadia Battocletti hat vorgestern abgesagt. Dennoch bleibt das Feld hochkarätig besetzt.

Die Einteilung der Zeitläufe ist noch nicht erfolgt, daher ist derzeit noch unklar, ob Cordula Lassacher im B-Lauf um 17:15 Uhr oder sogar im A-Lauf um 19:20 Uhr sein wird. Diese Information wird hier ergänzt, sobald sie bekannt ist. Beide Zeitläufe werden im Livestream zu sehen sein, der um 17:05 Uhr beginnt.

Vorbereitung auf warme Temperaturen ausgelegt

Dass es um die 27 Grad haben könnte, nimmt Lassachers Trainerin entspannt zur Kenntnis, weil dies auch bei den Meisterschaftsrennen immer wieder der Fall ist und auch letztes Jahr bei der U23-EM in Bergen so war, als ihre Athletin mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 33:54,73 min hervorragende Achte wurde: „Cordi ist auf das Hitzerennen vorbereitet. Wir haben auch das Trinken geübt und ihr Ziel ist es, bei gutem Wind ihre Bahn-Bestleistung anzugreifen.“

Ihre Straßenlauf-Bestleistung über 10 km – mit den vorteilhafteren Straßenlauf-Schuhen – steht aktuell bei 32:51 min. Eine Zeit, die Lassacher im Februar 2026 in Castellón (ESP) erzielte.

Absagen von Reicht, Mayer und Redlinger

In den letzten Tagen und Stunden reduzierte sich das ursprünglich angemeldete ÖLV-Quartett auf eine einzige Läuferin. Carina Reicht musste aufgrund von Fußproblemen absagen. Julia Mayers Fokus ist vollständig auf ein gutes Abschneiden im Marathonlauf bei der EM in Birmingham ausgerichtet und die Erholung nach dem Linz-Marathon im April hat länger gedauert als ursprünglich gedacht. Daher entschied ihr Trainer Vincent Vermeulen, den 10.000-m-Europacup auszulassen. Die Vorarlbergerin Lisa Redlinger sagte aufgrund der zu erwartenden hohen Temperaturen in La Spezia, die ein Laufen der Direktnorm für Birmingham (32:00,00 min) für sie unmöglich machen, ab. Ihre Konzentration gilt jetzt der EM-Qualifikation über 5.000 m und somit dem nächsten Antreten beim Österreichischen Frauenlauf in Wien am 31. Mai.

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband

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