Trotz Krankheit: Gruber holt zweitbestes Karriereergebnis

Solider Auftritt unter schwierigen Bedingungen.<

Der Boulder-Staatsmeister von 2025, Raffael Gruber, hat beim Auftakt der World Climbing Series im chinesischen Keqiao trotz gesundheitlicher Probleme im Semifinale Platz 23 erreicht – und feierte damit das zweitbeste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere.

Nach Rang 19 in der Qualifikation kämpfte sich Raffael Gruber beim Boulder-Auftakt der World Climbing Series in Keqiao (CHN) in das am Sonntag stattfindende Semifinale. Unmittelbar nach der Qualifikation wurde der Tiroler jedoch krank und ging geschwächt an den Start. Mit einer Zone und 9,6 Punkten belegte er am Ende Rang 23. Nach Platz 22 beim Weltcup in Salt Lake City 2025 ist es dennoch das zweitbeste Ergebnis seiner Karriere.

KVÖ-Nationaltrainer Jonathan Redshaw analysierte die Runde differenziert: „Es war eine sehr harte Runde für Raffi, auch weil er nicht ganz fit war. Er hatte am Anfang Schwierigkeiten, die richtige Beta auf Boulder eins zu finden. Auch der sehr physische zweite Boulder blieb ihm verwehrt.“ Positiv hob Redshaw jedoch den Kampfgeist seines Athleten hervor: „Auf Boulder drei hat er sich zurückgekämpft und eine Zone geholt. Das hat ihm Energie für den letzten Boulder gegeben, wo er auf der Platte alles hineingeworfen hat. Er hat bis zum Ende gekämpft und kann mit seiner Leistung zufrieden sein. Unter diesen Voraussetzungen war heute nicht mehr drinnen, aber er kann daraus sehr viel mitnehmen.“

Gruber: „Richtig lässig, das Niveau wieder zu sehen“
Für Raffael Gruber selbst stand neben dem Ergebnis vor allem die Erfahrung im Vordergrund. „Es war mein zweites Semifinale, ich war letztes Jahr schon in Salt Lake City dabei. Die Runde war heute aber extrem hart“, so der Boulder-Staatsmeister von 2025.

Die gesundheitlichen Probleme machten sich dabei deutlich bemerkbar: „Ich bin nach der Qualifikation in der Nacht ziemlich krank geworden. Ich habe alles probiert, um fit zu werden, aber ich war im Semifinale nicht ganz auf der Höhe.“ Vor allem bei den kraftintensiven Bouldern habe ihm das zugesetzt: „Bei den physischen Problemen hat es mich ein bisschen hergelassen. Es ist nicht ganz so gegangen, wie ich es mir erwartet habe.“

Dennoch überwiegt das Positive: „Es war richtig lässig, wieder zu sehen, wie hoch das Niveau ist. Auch wenn ich nicht alles zeigen konnte, was ich draufhabe, war es insgesamt eine richtig coole Erfahrung.“

 

Text- und Bildquelle: Kletterverband Österreich

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