Nachdem der Wiener Raphael Kokas am ersten Tag Dritter wurde im Eliminationsrennen des ersten Bahnweltcups der Saison in Perth in Australien, legte der 21-Jährige im Madison nach und wurde gemeinsam mit seinem Teamkollegen Maximilian Schmidbauer Dritter hinter den Europameistern aus Deutschland und den Gastgebern aus Australien.
Das junge österreichische Duo, welches 2023 gemeinsam U23-Europameister wurde, zeigte ein aufmerksames Rennen beim Weltcup und sammelte fleißig Punkte bei den Zwischensprints. “Es hätte gar nicht besser laufen können für uns“, meinte Kokas, der im November nach einem Ermüdungsbruch noch auf Krücken angewiesen war. Am Freitag gab er sein internationales Comeback mit Rang drei im Eliminationsrennen, nun folgte am Sonntag das zweite Podium bei diesem Weltcupwochenende.
“Ich glaube, da müssen wir schon eine Zeit zurückblicken, wo wir das letzte Mal im Weltcup in den Top drei bei einem Olympischen Bewerb waren“, grinste Kokas, dessen Nationaltrainer Andreas Graf ihm die Antwort geben hätte können. Denn im Dezember 2017 holte dieser das letzte rot-weiß-rote Podium im Madison, damals beim Weltcup in Santiago de Chile.
“Es ging richtig gut, wir haben uns in den Sprints immer gut gezeigt und konnten die Attacken der anderen Nationen gut parieren“, erklärte Schmidbauer. Die letzten beiden Sprints gingen an die Österreicher, die dabei noch knapp an die Zweitplatzierten aus Australien rankamen. Lediglich zwei Zähler trennten die Lokalmatadoren am Ende von dem rot-weiß-roten Duo. “Wir wussten, dass wir eine Medaille holen können, aber die Freude bei uns ist jetzt riesig, wo es geklappt hat und wir so abliefern konnten“, fügte Schmidbauer an, der am Samstag im Omnium Achter wurde.
Mit den zwei dritten Plätzen im Ausscheidungsrennen und im Madison kann Österreichs Bahnteam auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken. In eineinhalb Monaten folgen dann die Weltcups zwei und drei in Hongkong und Malaysien.
Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband






