Zwei Top-10-Ergebnisse bei Studenten-WM im Crosslauf

Cassino, eine Region in Mittel-Italien, bot wie bereits vor 10 Jahren auf der selben Strecke eine optimale Bühne für diese Studierenden-Meisterschaften. Am Samstag standen für die rot-weiß-roten Läufer:innen die Kurzstrecken-Bewerbe über 3 Kilometer am Programm. Lisa Redlinger (TS Lustenau) lief die 3-km-Distanz in starken 10:06 min und belegte damit den siebenten Rang unter 49 Läuferinnnen. Die Vorarlbergerin zeigte sich zuletzt bei den Staatsmeisterschaften in der Halle in guter Form, wo sie die 3000 m als Zweitplatzierte in 9:12,24 min (PB) lief. Diese Schnelligkeit konnte sie mit ins Freie auf die Crossstrecke nehmen.

Mit einem Top-10-Ergebnis hatte sie davor nicht gerechnet: „Mir ist es richtig gut gegangen über die 3 Kilometer, nicht nur körperlich, sondern auch mental. Die Strecke war richtig cool, das habe ich mir auch schon beim Einlaufen gedacht. Es ist zwar eine ordentlich lange Steigung mit dabei gewesen, aber dafür geht es danach auch wieder bergab und das liegt mir ziemlich gut, da kann ich mich fallen lassen. Ich hatte auch schon die ersten Meter eine gute Position und konnte diese lange halten. Ich bin mit einer Kenianerin und einer Belgierin zusammen gelaufen. Am Schluss hatte ich noch Energie, um einen Schlussprint zu machen.“ Im Staffelbewerb am Sonntag war Redlinger auch mit sehr guten Rundenzeiten unterwegs und brachte das ÖLV-Team zwischenzeitlich von Platz fünf auf Platz drei.

Neo-U23-Athletin Tabea Schmid (ULC Riverside Mödling) kam bei den Damen auf der Kurzstrecke als 22. mit einer Zeit von 10:27 min ins Ziel. Im Männerbewerb gab es dreifache ÖLV-Beteiligung. Lukas Novak (run2gether) war mit 9:04 min am schnellsten und lief zu Platz 24. Bernhard Schmid (SVS-Leichtathletik) und Bernhard Neumann (DSG Wien) kamen als 40. (9:32 min) und 44. (10:01 min) ins Ziel.

Zum Abschluss der Studenten-WM im Crosslauf stand der „Long Relay Mixed“-Bewerb am Programm. Lukas Novak und Lisa Redlinger liefen 4,8 km, gefolgt von Bernhard Schmid und Lotte Seiler (KSV Alutechnik) über die 3,2-km-Distanz. Das Quartett belegte Platz 5 hinter Frankreich, Spanien, Italien und Kanada.

Delegationleiter Hannes Gruber zog Bilanz: „Die WM war gut organisiert. Es war eine wunderschöne, übersichtliche Strecke und die Stimmung war super. Aus ÖLV-Sicht war es die richtige Entscheidung, dass wir auf die Long Relay gesetzt haben, denn wir haben gewusst, dass wir hier mit einem guten Rennen eine gute Platzierung machen können. Mit Platz 5 hat das Team aus unserer Sicht das Maximum herausgeholt. Die 3-Kilometer-Kurzstrecke vom Samstag waren eine gute Vorbereitung für unsere Läufer:innen, sie waren dadurch nicht müde. Herausragend war hier natürlich Lisa Redlinger, die sich schon in der Halle extrem stark präsentiert hat. Ich möchte mich bei Unisport Austria für die Entsendung des Teams bedanken, es war eine tolle Sache!“

Gespannt darf man auf die zukünftigen Entwicklungen sein, denn im Jänner 2027 soll der Crosslauf Teil des Programms der Winter World University Games in Changchun (CHN) werden. Im September wird gemeinsam mit Unisport Austria entschieden, wie sich dort das österreichische Team zusammensetzen wird.

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband

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