Sabine Hofer (LAC Salzburg) sorgte am Samstag für zwei österreichische Rekorde. Die W65-Athletin lief über 400 m und 1500 m nicht nur zu Gold, sondern stellte mit 78,99 s und 5:38,79 min auch zwei neue ÖLV-Rekorde auf. WLV-Mastersreferentin Renate Schindler unterstützte Dr. Franz Kropik fast den gesamten Tag bei den Siegerehrungen und trug sich darüber hinaus bei ihrem 200-m-Sieg auch in die ÖLV-Rekordliste der Altersklasse W60 ein. 31,88 s stehen für die Athletin der DSG Wien nun dort zu Buche. Die bisherige Rekordmarke von Silvia Anzinger (32,72 s), die verletzungsbedingt leider in Wien nicht antreten konnte, hatte nur 35 Tage Bestand.
Jasminka Husic (PSV TRI LINZ) konnte wie Hofer ebenfalls zwei neue österreichische Rekorde erzielen. Die W55-Athletin lief die 200 m in 31,57 s und die 400 m in 73,21 s, was beide Male die Goldmedaille und neuen ÖLV-Rekord bedeutete. Im Hochsprung der Frauen egalisierte Elisabeth Bluch (LAC Klagenfurt) bei ihrem Sieg mit 1,30 m die aktuell bestehende Rekordhöhe in der W55-Klasse, die sie selbst seit 2025 gemeinsam mit Masters-Legende Marianne Maier (TECNOPLAST TS Höchst) seit 2005 hält.
Sechs neue ÖLV-Rekorde bei den Männern
Alois Egger (TU Raika Schwaz) lief die 1500 m in 5:34,46 min und erzielte damit bei seinem Goldlauf einen neuen ÖLV-Rekord in der M70-Klasse, Andreas Haller (LV-Marswiese) gelang mit 5:56,78 min auf gleicher Strecke ebenfalls eine neue rot-weiß-rote Bestmarke in der M75-Klasse.
Im Stabhochsprung gab es gleich drei Rekordmeldungen zu verzeichnen. Gerhard Schwab (SU Leibnitz) sprang 2,73 m und verbesserte die sechs Jahre alte Bestmarke seines Vereinskollegen und SU-Leibnitz-Mastersminds Reinhold Heidinger um drei Zentimeter. Heidinger selbst sicherte sich die Goldmedaille im Stabhochsprung der M-75-Klasse in einem spannenden Duell mit dem Oberösterreicher Helmut Hübl (ALS Wels). Beide übersprangen die neue ÖLV-Rekordhöhe von 2,63 m, Heidinger gelang dies bereits im ersten Versuch, was ihm den Sieg einbrachte.
Foto: Reinhold Heidinger siegte auch mit der 4-kg-Kugel (C) Clara Baudis
Der Olympiateilnehmer von 1972 in der 4×100-m-Staffel, Helmut Lang (SVS-Leichtathletik), sorgt seit Jahren für unzählige ÖLV-Rekorde im Wurfbereich. Bei seinem Sieg am Samstag im Kugelstoßbewerb mit dem 3-kg-Gerät verbesserte er mit 9,65 m die sechs Jahre alte Bestmarke von Helmuth Elsässer (8,94 m, 2020) deutlich.
M40-Weltrekord durch Petr Svoboda
Direkt im Anschluss an die österreichische Masters-Meisterschaft fand ein kleines, internationales ÖLV-Meeting statt, bei dem der Tscheche Petr Svoboda mit 7,74 s über 60 m Hürden einen neuen Masters-Weltrekord in der M40-Klasse aufstellte. Eine beeindruckte Leistung des Hallen-Europameisters aus dem Jahre 2011 und ein brillanter Schlusspunkt in seiner Karriere, wie er am Ende beim Interview mit Stadionsprecher Uwe Holli mitteilte.
ÖLV-Masterscup: LAC Klagenfurt setzt sich an die Spitze
An den den österreichischen Masters-Meisterschaften nahmen Athletinnen und Athleten aus 72 verschiedenen Vereinen aus ganz Österreich teil. Sie sammelten mit ihrem Antreten auch Punkte für die Jahres-Vereinswertung, den ÖLV-Masterscup. Hier übernahm Titelverteidiger LAC Klagenfurt mit 993 Punkten gleich wieder die Führung. Die Sportunion Leibnitz setzte sich in dieser ersten Zwischenwertung mit 845 Punkten an die zweite Stelle, dahinter folgen TSV St. Georgen an der Gusen und DSG Wien mit 543 und 538 Punkten dicht beisammen.
Von 27. März bis 2. April 2026 wird Österreichs Leichtathletik in Torun (POL) bei den Hallen-Masters-Europameisterschaften wieder durch ein schlagkräftiges und großes Team vertreten sein.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | Hans Newetschny





