Triumphe auch für Ofner, Schwärzler und Langmann

Moritz Freitag hatte – nomen est omen – bereits am Freitag beim J30-Turnier in Damsjö (Schweden) mit seinem ersten ITF-Titel im Alter von erst 14 Jahren begeistert. Doch die Kalenderwoche zehn hatte danach aus österreichischer Sicht noch größere Höhepunkte parat. Denn nebst Zweitrundeneinzügen von Anastasia Potapova und Lilli Tagger bei der WTA-1000-Großveranstaltung in Indian Wells feierte am Wochenende ein rot-weiß-rotes Trio höchst erfreuliche Turniersiege: Sebastian Ofner und Joel Schwärzler gewannen die ATP-Challenger in Thionville bzw. Kigali und Nico Langmann das ITF-50-Event in Amiens. Und das war noch nicht mal alles! Hier die Zusammenfassung der vergangenen Woche.

– ATP-100-Challenger in Thionville (Frankreich): Auf den fünften ATP-Challenger-Triumph in seiner Laufbahn, in der Woche zuvor in Saint-Brieuc, hat Sebastian Ofner sogleich den sechsten folgen lassen. Dabei musste der auf vier gesetzte Steirer sowohl in Runde eins beim 4:6, 7:5, 7:6 (5) über den britischen Alternate George Loffhagen als auch im Finale beim 6:7 (5), 6:3, 7:6 (7) gegen den an sechs gereihten, norwegischen Youngster Nicolai Budkov Kjär je einen Matchball abwehren. Dazwischen machte er im Achtelfinalspiel mit dem US-Amerikaner Murphy Cassone (7:5, 6:2) und im Halbfinale mit dem Lokalmatador Hugo Gaston (6:4, 6:2) kurzen Prozess. Jurij Rodionov erreichte ohne einen Satzverlust das Viertelfinale, wo er Ofner mit 2:6, 6:3, 3:6 unterlag. Ofner wird am nächsten Montag exakt punktegleich vor Filip Misolic wieder Österreichs Nummer eins sein und als aktuell Nummer 85 im ATP-Liveranking unter die Top 100 zurückkehren. Neil Oberleitner schied in der zweiten und gleichzeitig letzten Qualifikationsrunde sowie im Doppel mit seinem indischen Partner Narayanaswamy Sriram Balaji im Semifinale aus.

– ATP-75-Challenger in Kigali (Ruanda): Joel Schwärzler hat die größere Umstellung vom Finaleinzug eine Woche zuvor beim Hartplatz-Hallenchallenger in Lugano (Schweiz) auf Sand im Freien bewerkstelligt – und wie! Der Vorarlberger verzeichnete in Afrika seinen zweiten ATP-Challenger-Pokalgewinn nach Skopje im Mai 2024 und zeigte dabei in der gesamten Turnierwoche enorme Nerven- und Konditionsstärke. Der 20-Jährige musste in Summe zehnmal (!) ins Tiebreak und behielt davon neunmal die Oberhand. Besonders bemerkenswert: Nur einen Tag nach dem 4:6, 7:6 (2), 7:6 (6) über den Tschechen Zdenek Kolár, gegen den Schwärzler nicht weniger als zehn Matchbälle abwehrte und nach 3:24 Stunden siegte, stand er beim 7:6 (3), 6:7 (3), 7:6 (7) über Marco Trungelliti (Argentinien) diesmal 3:23 Stunden auf dem Platz. In der Vorschlussrunde stoppte er den Ex-French-Open-Halbfinalisten Marco Cecchinato (Italien) mit 6:2, 7:6 (8), im Endspiel dann dessen Landsmann Stefano Napolitano 7:6 (5), 7:6 (6) – jeweils nach einem zunichtegemachten Satzball. Der Titelkampf war am Samstag, bei 2:3 im zweiten Durchgang, unterbrochen und am Sonntag beendet worden. Schwärzler ist jetzt in der Weltrangliste am 16. März der erstmalige Sprung unter die Top 200 sicher, er befindet sich im Liveranking an 174. Stelle und wird damit wohl bei den French Open sein in Paris sein Debüt in einer Grand-Slam-Qualifikation geben. Sandro Kopp verzeichnete in Kigali mit einem 6:3, 6:2 gegen den Ex-Top-50-Spieler Roberto Carballés Baena (Spanien) einen Achtungserfolg, verlor anschließend knapp mit 7:6 (8), 4:6, 6:7 (4) gegen Cecchinato. Und Maximilian Neuchrist unterlag im Qualifikationsfinale dem späteren Finalisten Napolitano mit 5:7, 6:7 (4).

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Tennisverband

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