Letzter WM-Formcheck von Strametz mehr als geglückt
Bereits im 60-m-Hürden-Vorlauf kündigte sich ein spannendes Finale an, denn Karin Strametz (SU Leibnitz) holte sich den Laufsieg mit neuer „Season Best“ von 8,01 s. Im Finale gelang der Steirerin dann nochmals eine Steigerung. Sie ließ die starke Konkurrenz − unter anderem Luca Kozak (HUN), die Hallen-EM-Zweite von 2022 – hinter sich und finishte mit 7,97 s. Diese Zeit bedeutet nicht nur eine persönliche Bestzeit, sondern auch die zweitschnellste gelaufene Zeit einer Österreicherin jemals. Nur Beate Taylor, damals unter ihrem Mädchennamen Schrott, war 2013 mit 7,96 s schneller. Strametz selbst blieb erst einmal zuvor bei der Hallen-EM 2025 mit 7,99 s unter der 8-Sekunden-Schallmauer.
Nicht nur Österreichs-Topläuferin brachte eine starke Zeit auf die neue Bahn in der Sport Arena Wien, auch die Ungarin Luca Kozak blieb mit 7,98 s noch unter 8 Sekunden und Nika Glojnaric (SLO) wurde Dritte mit 8,04 s. Strametz sagte kurz und knapp: „Die Bahn ist schnell, aber wir auch. Es war zwar ein kleines Meeting, aber mit super Athleten.“ Jetzt liegt der volle Fokus auf den Hallen-Weltmeisterschaften in Torun (POL), bis zu der die fix qualifizierte Österreicherin kein Rennen mehr bestreiten wird.
Posch gewinnt 60-m-Revanche mit 7,25 s
Ein fulminantes Rennen, eine Woche nach den Staatsmeisterschaften an selbem Ort und Stelle, legte Isabel Posch (TS Lustenau) auf die Bahn. Die Vorarlbergerin dominierte im heutigen 60-m-Finale und sicherte sich den Sieg mit starken 7,25 s. Damit verbesserte sie ihre PB um 1/100 und ihre Chance auf ein Ticket für die Hallen-WM. Österreichs zweite Anwärterin auf ein Ticket über 60 m ist Magdalena Lindner (Union St. Pölten). Sie brachte sich mit ihrem Sieg bei den Staatsmeisterschaften und 7,21 s bereits letzte Woche in eine sehr gute Position. Heute sprintete sie zwei Mal 7,40 s und musste sich Posch geschlagen geben.
Fuchs mit Steigerung seiner „Season Best“ über 60 m
Nach seinem gesundheitlich bedingten verspäteten Start in die Hallensaison, steigerte Markus Fuchs (Union St. Pölten) seine Saisonbestleistung über 60 m heute auf sehr gute 6,69 s (VL). Im Finale siegte er mit einer Zeit von 6,71 s. Seine PB liegt bei einem guten Zehntel schneller, doch diese war beim erst zweiten Rennen des Jahres noch kein realistisches Ziel des Niederösterreichers gewesen.
Auch auf der Rundbahn gab es am Samstag-Abend im Anschluss an die österreichischen Mastersmeisterschaften noch zwei Entscheidungen. Über 400 m der Frauen war U23-Athletin Rebecca Slezakova (SVK) mit 56,31 s die Schnellste. Bei den Männern der junge Slovake Adam Boskovic in einer Zeit von 50,78 s.
Mastersweltrekord in der M40-Klasse für Petr Svoboda
Heute war ein besonderer Wettkampf-Tag für den Tschechen Petr Svoboda. Er ging bereits als frischgebackener Master-Weltrekordhalter in das letzte 60-m-Hürdenrennen seiner Karriere. Gleich im Vorlauf gelang dem Athleten des Jahrgangs 1984 ein Traumlauf. Mit 7,74 s verbesserte er den Weltrekord in der Altersklasse M40 im heutigen Vorlauf und krönte seine Leichtathletik-Reise. Im Finale konnte er sich aufgrund von leichter Oberschenkel-Probleme nicht mehr steigern. Den Sieg im Hürdenfinale der Männer holte sich dann Dániel Eszes (HUN) in 7,80 s, eine Hundertstel vor Svoboda.
Eine weitere internationale Top-Athletin stand mit Milica Gardasevic (SRB) im Weitsprung der Frauen am Start. Ihr Ziel ist ebenfalls die Qualifikation für die Hallen-WM. Mit 6,60 m sprang sie nahe an ihre SB 6,66 m heran, doch die erhoffte Steigerung gelang nicht. Daher muss die Hallen-EM-Vierte (2025) weiterhin um ihren Startplatz beim Hallen-Großereignis in zwei Wochen zittern. Ihre Alltime-PB steht übrigens bei 6,92 m.
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- „Road to Torun“ – Qualifikationsranking zur Hallen-WM 2026
Text- und Bildquelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband | @amri.sports





