Und Filip Misolic trifft beim ATP-Klassiker in Wien zum Auftakt auf Camilo Ugo Carabelli.
Bei der Auslosung des Hauptbewerbs der Erste Bank Open flogen am Samstag in der zweiten Matchlocation in der Marx Halle die „Wuchteln“ übers Netz! Kein Wunder, sorgten dabei doch die Kabarettisten Michael Niavarani und Viktor Gernot vor großer Fankulisse für einen unterhaltsamen Schlagabtausch. Die beiden „Glücksengerl“ zogen für das rot-weiß-rote Duo Jurij Rodionov und Filip Misolic zwei unterschiedlich hohe Auftakthürden. Während Rodionov in der ersten Runde des mit 2.736.875 Euro dotierten ATP-500-Turniers auf den als Nummer drei gesetzten Australier Alex de Minaur prallt, trifft Misolic auf den Argentinier Camilo Ugo Carabelli.
Der mit einer Wildcard für das Hauptfeld der Erste Bank Open ausgestattete Rodionov (ATP 155) kommentierte die Auslosung ähnlich launig wie sich davor auch Niavarani, Gernot und Turnierbotschafter Thomas Muster präsentiert hatten. „Es wird eine interessante Partie. De Minaur auf schnellem Hartplatz ist wahrscheinlich nicht angenehm. Aber man muss nehmen, was der Niavarani gezogen hat“, scherzte der Niederösterreicher, der das bisher einzige Duell mit dem aktuellen Weltranglistensiebenten vor vier Jahren auf Rasen in Stuttgart gewonnen hatte. „Ich freue mich auf jeden Fall auf das Match, die Stimmung in der Stadthalle ist immer großartig. Für mich ist sie jedes Jahr ein echtes Highlight. Die Atmosphäre ist vergleichbar mit Rückenwind bei einem Ausdauerlauf. Dieser Rückenwind lässt dich einfach ein paar Prozente leichter laufen“, sagte ein gut aufgelegter Rodionov.
Misolic (ATP 95) hat auf dem Papier die weitaus „angenehmere“ Aufgabe in der ersten Runde zu lösen. Gegen den Weltranglisten-50. Ugo Carabelli hat der Steirer mit 1:1 eine ausgeglichene Bilanz: Misolic siegte heuer in Bukarest, in Bastad drehte der Argentinier den Spieß um – beide Partien wurden auf Sand ausgetragen. „Es ist auf jeden Fall eine gute Auslosung, wenn man sieht, welche Namen im Raster drinnen sind. Aber das wird auch kein einfaches Match. Wir haben heuer schon zweimal gespielt, schauen wir, wer dieses Mal gewinnt. Ich fühle mich aktuell in sehr guter Form. Ich habe hier in Wien schon ein paar Trainingseinheiten absolviert – der Belag gefällt mir, und körperlich geht’s mir gut, was das Wichtigste ist. Ich freue mich einfach darauf, hier aufzuschlagen und meine beste Leistung zu zeigen“, meinte ein zuversichtlicher Misolic, der ebenfalls dank einer Wildcard in Wien mit dabei ist. Detail am Rande: Sollten Rodionov und Misolic ihre Auftaktmatches gewinnen, käme es im Achtelfinale zum Österreicherduell zwischen den beiden.
Sinner startet mit Rematch gegen Altmaier
Was hat die Auslosung sonst noch ergeben? Der topgesetzte Superstar Jannik Sinner aus Italien (ATP 2) bekommt es in seinem Erstrundenmatch mit dem Deutschen Daniel Altmaier (ATP 51) zu tun, den er erst vor kurzem in Shanghai bezwungen hat. Der als Nummer zwei gesetzte Deutsche Alexander Zverev (ATP 3) eröffnet gegen einen Qualifikanten und würde im Falle eines Sieges im Achtelfinale erneut auf einen Spieler treffen, der sich über die „Knochenmühle“ der Qualifikation einen Platz im Hauptfeld erkämpft hat. Eine absolute Knüllerpartie in der ersten Runde ist das Duell zwischen dem Italiener Lorenzo Musetti (ATP 8) und dem Griechen Stefanos Tsitsipas (ATP 24). Musetti stand im Wien im Vorjahr im Halbfinale, Tsitsipas 2023. Da der italienische Publikumsliebling Matteo Berrettini (ATP 61) letztlich noch ins Hauptfeld rutschte, wurde dessen Wildcard an den ursprünglich für die Qualifikation mit einer Freikarte bedachten Norweger Nicolai Budkov Kjär (ATP 136) weitergereicht.
TICKETINFORMATION
Tickets für die Erste Bank Open sind auf den Websites www.erstebank-open.com/tickets, www.stadthalle.com und www.wien-ticket.at erhältlich. Weitere Auskünfte erteilt die Tickethotline unter der Telefonnummer 01 / 79 999 79. Tickets für die zweite Matchlocation in der Marx Halle sind um 25 Euro erhältlich. Den Two Day Pass für zwei Tage gibt es um 35 Euro.
Text- und Bildquelle: Österreichischer Tennisverband






