Die Zukunft des Radsports gastiert im August in der Oststeiermark

Die Radjugendtour Oststeiermark, die von 20. – 24. August in ihre 37. Auflage geht, darf sich zur Wiege des Radsports zählen. Denn für fast alle Teilnehmer ist das Rennen der Altersklasse der U17-Jährigen ihr erster großer Auftritt mit dem Nationalteam oder einer internationalen Auswahl. Damit wird das Rennen zur Wiege des Radsports, was auch ein Blick auf die Tour de France 2025 bestätigt.

Denn 22 der 184 Fahrer begannen ihre internationale Karriere bei der Radjugendtour, gewannen dort Etappen, einige die Gesamtwertung oder sammelten wertvolle Erfahrungen. So standen spätere Superstars wie die Belgier Philippe Gilbert, Tom Boonen, der Slowake Peter Sagan, aber auch die aktuelle Nummer eins, der Slowene Tadej Pogacar am Start des Rennens.

Der mehrfache Toursieger aus unserem Nachbarland wurde bei seiner Teilnahme 2014 Sechster, der Sieg ging an den Belgier Jasper Philipsen vor dem Deutschen Jonas Rutsch und dem Schweizer March Hirschi, allesamt heuer im Feld der Tour de France vertreten. Träume, die auch viele der jungen Österreicher jagen, die in den letzten Jahren sich gut bei der Rundfahrt präsentierten.

Zahlreiche heimische Erfolge in den letzten Jahren

So gewann der aktuelle Straßenmeister und die Nummer eins der Bahn-Weltrangliste Tim Wafler 2018 den Prolog in Stubenberg am See, im Jahr darauf feierte sein Landsmann und aktueller Profi von Red Bull Bora – hansgrohe, der Niederösterreicher Alexander Hajek den Gesamtsieg. Vor zwei Jahren gewannen der frischgebackene Bahneuropameister Heimo Fugger und Valentin Hofer, der bei den Cyclocross-Weltmeisterschaften zu Jahresbeginn im Kampf um Gold stürzte, mehrere Etappen und im Vorjahr gab es mit Michael Hettegger einen weiteren österreichischen Gesamtsieger.

“Ein gutes Abschneiden garantiert natürlich keinen Profiplatz, aber blickt man auf die Liste der Sieger, so ist der Sprung an die Weltspitze möglich. Als heimischer Radsportverband sind wir stolz auf dieses Rennen, die vielen jungen und begeisterten Radsportler, die Jahr für Jahr kommen und natürlich auch sehr froh und dankbar über eine Region, die voll hinter diesem Projekt steht“, erklärt Harald J. Mayer, der Präsident von Cycling Austria.

Ausgebucht seit Monaten

24 Teams aus 15 Ländern kommen für die 37. Austragung, schon seit Monaten waren die Startplätze ausgebucht. “Das wir bereits Monate im Voraus ausgebucht sind, spricht für die hohe Qualität und internationale Strahlkraft unserer Veranstaltung“, freut sich Florian König. Der Generalsekretär von Cycling Austria ist für die Organisation der Rundfahrt verantwortlich, die zum siebten Mal in Folge in der Oststeiermark gastiert.

Doch zwei der Etappenorte der diesjährigen Austragung feiern ein besonders Jubiläum 2025, denn sowohl Hartberg als auch Vorau wurden vor 30 Jahren, bei der 10. Edition der damaligen ASVÖ Jugendtour schon Gaststädte der Rundfahrt.

“Die Wurzeln zwischen der Oststeiermark und der Tour reichen lange zurück und auch nach so langer Zeit ist die Begeisterung für den Nachwuchsrennsport in der Oststeiermark ungebrochen“

Auftakt in Stubenberg am See, Vorentscheidung schon am dritten Tag?

Zum vierten Mal in Folge findet der Zeitfahrauftakt mit einem Prolog in Stubenberg am See statt. Mitten vom Ortsplatz aus geht es auf einen 2,6 Kilometer langen Parcours, wo die ersten Trikots der 37. Austragung vergeben werden. Die 1. Etappe startet dann in der Jubiläumsstadt Hartberg und führt über 68,7 Kilometer zu einer Premiere. Denn erstmals endet in Friedberg ein Tagesabschnitt, direkt im Dreieck der Bundesländer Steiermark, Niederösterreich und Burgenland, die seit fast 40 Jahren die Heimat der Nachwuchsrundfahrt bilden.

Die Königsetappe führt am dritten Tag von Pöllau nach Vorau, wo vor allem der giftige Anstieg hinauf zum Stift wieder eine Vorentscheidung in der Gesamtwertung bringen kann. Mit 71,2 Kilometern ist sie der längste Abschnitt der diesjährigen Rundfahrt und weist mit fast 1.500 auch die meisten zu bewältigenden Höhenmeter auf. Im letzten Jahr gewann dort Hettegger und legte den Grundstein für seinen Gesamtsieg.

Klassikerkurs am vierten Tag und Tourfinale in Ratten

Die dritte und vorletzte Etappe verläuft von Weiz über 58,8 Kilometer nach Birkfeld und hat mit vielen hügeligen Abschnitten einen Klassikercharakter. Ein kurzer Schlussanstieg rund fünf Kilometer vor dem Ziel wird dann auch noch einmal zum Gradmesser für die sprintstarken Fahrer, die dort den Anschluss nicht verlieren dürfen, um in Birkfeld um den Tagessieg zu kämpfen.

Das große Rundfahrtfinale ist wieder in der Region Joglland-Waldheimat, jener waldreichen Mittelgebirgslandschaft, die durch Dichter Peter Rossegger berühmt geworden ist, angesiedelt. Von Bad Waltersdorf weg geht es über 67,2 Kilometer nach Ratten, wo 2024 schon die finale Etappe der Rundfahrt ihren Schauplatz fand.

“Wir haben wieder einen schönen Mix an unterschiedlichen Etappen, die ideal in die Topografie der Region eingebunden sind“, meinte König zur Rundfahrt 2025, die wieder zahlreiche Stars von morgen in die Region Oststeiermark locken wird. Aber nicht nur den jungen Athleten wird viel geboten, ein umfangreiches Kinderprogramm in Vorau, Ratten und Birkfeld runden die Nachwuchsarbeit ab.

Die Teilnehmer

Nationalteams (8):

  • Deutschland
  • Luxemburg
  • Österreich
  • Slowenien
  • Slowakei
  • Ungarn
  • Litauen
  • Estland

Regionalauswahlen (4):

  • Bayern (GER)
  • Sachsen (GER)
  • Steiermark
  • Regionalteam Österreich

Clubteams (12):

  • Acrog Tormans (BEL)
  • Avia Rudyco – Janatrans (BEL)
  • BB Com Cycling Team (CZE)
  • CK Epic Dohnanyi (SVK)
  • TJ Favorit Brünn (CZE)
  • Isorex Cycling Team (BEL)
  • Olimpia Valdarese (ITA)
  • Svealand Cycling Team (SWE)
  • Tufo Pardus Prostejov (CZE)
  • Munster Cycling (IRL)
  • WSV de Peddelaars (NED)
  • Ticino Cycling (SUI)

 

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband

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