Leila Gschwentner und Maximilian Schmidbauer holen sich Omnium-Titel in Linz

Zum ersten Mal fanden in Oberösterreich im Hello Yellow Velodrom by Schachermayer von Linz die Nationalen Meisterschaften im Bahnradsport statt. Zum Auftakt der dreitägigen Veranstaltung stand der Mehrkampf, das Omnium am Programm für die Elite, wo sich die Tirolerin Leila Gschwentner und der Wiener Maximilian Schmidbauer die Staatsmeistertitel sichern konnten. Bei den Junioren siegte der frischgebackene Europameister Heimo Fugger aus Kärnten.

“Es ist schön, dass wir die Meisterschaften wieder in Österreich austragen können“, freute sich Schmidbauer, der sich in einem knappen Wettbewerb vor dem Steirer Franz-Josef Lässer und Tim Wafler durchsetzte. Schon von Beginn an untermauerte der 23-Jährige seinen Wunsch den Mehrkampf für sich entscheiden zu wollen.
Im Scratch löste er sich am Ende und wurde von seinen Verfolgern bis zum Zielstrich nicht mehr eingeholt. Damit holte sich der Wiener auch den Staatsmeistertitel in der Einzeldisziplin Scratch vor Wafler und Lässer. Seine Verfolger konnten im Temporennen eine Runde auf das Feld herausfahren und eroberten die Plätze eins und zwei dort, Schmidbauer wurde Dritter.

Das Trio lag zur Halbzeit punktegleich in Führung. Im Ausscheidungsrennen setzte sich dann Raphael Kokas vor Schmidbauer durch, Wafler wurde Dritter. Im abschließenden Punkterennen ließ Schmidbauer dann nichts mehr anbrennen und fixierte mit einem Sieg dort auch den Gewinn des Mehrkampfes. Silber im Punkterennen holte sich Lässer vor Kokas. “Es war ein harter Kampf und ich freue mich über den Sieg und das Meistertrikot“, schilderte Schmidbauer nach dem Rennen.

Bei den Junioren setzte sich der Kärntner Fugger, vor einer Woche zweifacher Medaillengewinner bei den Europameisterschaften in Portugal durch. Im Scratch und im Punkterennen musste er seinem Landsmann Santiago Wrolich in den Einzelbewerben den Vortritt lassen, im Ausscheidungsrennen, wo er in Anadia Gold gewann, feierte er auch in Linz den Sieg.

Eine Klasse für sich war Gschwentner bei den Frauen, die gemeinsam mit den Juniorinnen in einem Bewerb ihre Staatsmeisterin ausfuhren. Sie gewann alle vier Rennen und holte sich souverän den Mehrkampf. “Es war trotzdem kein leichter Kampf. Ich erinnere mich noch, als wir nur wenige Athletinnen in den letzten Jahren waren, jetzt bestand das Feld aus neun Fahrerinnen“, erzählte die 21-Jährige.

Silber hinter ihr im Mehrkampf ging an Janine Giefing vor Anja Vogl, auch in den Einzelbewerben im Ausscheidungsrennen und im Punktefahren lag das Duo hinter der Tirolerin. Im Scratch hingegen waren es die Juniorinnen Emelie Bauböck aus Salzburg und Lea Sophie Unterköfler aus Kärnten, die sich Silber und Bronze holen konnten.

Am Mittwoch wartet dann die Einerverfolgung sowie das Madison auf die Elite in Linz.

 

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband

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