Österreich verpasst Teamfinale um 2,18 Punkte

Auf Bronze folgt Pech! Österreichs Springreit-Equipe verpasst nach der EM-Sensation in Mailand vor zwei Jahren das Teamfinale in Spanien um hauchdünne 2,18 Punkte. Alessandra Reich mit Oeli R musste aufgeben, Markus Saurugg mit Obora’s Crunchy Nut verzeichnete 8, Teamkollege Max Kühner mit EIC Cooley Jump the Q 4 Fehlerpunkte. Einzig Katharina Rhomberg mit Cuma 5 blieb fehlerfrei. Das Team belegt mit insgesamt 26,11 Fehlerpunkten aus zwei Bewerben Rang 12. Rhomberg (Platz 24) und Kühner (Rang 39) sind immerhin im Einzel weiter. Und dort ist für die Vorarlbergerin tatsächlich noch alles möglich!

Hochklassiger Sport auch am zweiten EM-Tag auf der knapp 20 Kilometer von der Hafenstadt A Coruna entfernten Reitsportanlage Casas Novas mit Blick auf den Atlantik. Im Teambewerb bleiben die großen Nationen scheinbar mühelos auf Kurs: Großbritannien führt zwei Bewerben unverändert mit insgesamt 3,96 Fehlerpunkten vor Deutschland (4,19) und Belgien (4,61). Die Dichte bei dieser Europameisterschaft ist beeindruckend: bis Platz 25 liegen alle Paare im Einzel innerhalb von 4 Fehlerpunkten!

Mittendrin Österreichs Katharina Rhomberg, die unmittelbar nach ihrer blitzsauberen Runde mit dem 13-jährigen Wallach Cuma 5 jubelte: „Ja, ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich die erste Nullrunde reiten konnte für Österreich. Cuma ist in abnormaler Form, ich habe alles super erwischt, der Parcours war sehr schön zu reiten.“

Tatsächlich liegt die 32-jährige Vorarlbergerin in der Einzelwertung mit 3,80 Fehlerpunkten aus dem Zeitspringen auf Platz 24. Jetzt ist das EM-Finale der besten 25 Reiter:innen nach dem Teambewerb das große Ziel. Wer weiß, vielleicht sogar eine Medaillensensation: denn bis Platz 25 sind in der Wertung derzeit alle Paare innerhalb von 4 Fehlerpunkten, sprich einem Abwurf oder einem Wasserfehler!

Die Erfahrung und Erfolge der letzten Jahre helfen der EM-Mannschaftsbronzemedaillengewinnerin von 2023, die 2024 in Paris sich als erste österreichische Frau überhaupt Teil einer olympischen Springreit-Equipe war: „Ich darf hier in Spanien schon mein fünftes Championat reiten. Ich glaube, dass wir jedes Jahr an Routine dazu gewinnen. Es wird von Jahr zu Jahr schöner mitzureiten, weil man ja doch mehr Erfahrung hat. Die Pferde entwickeln sich weiter, ich entwickle mich weiter. Eigentlich wird es immer ein bisschen einfacher, behaupte ich jetzt mal.“

 

Text- und Bildquelle: Österreichischer Pferdesportverband

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