Am vergangenen Wochenende standen die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Trials an und mit Thomas Pechhacker setzte sich der Favorit erwartungsgemäß durch. 50 Punkte betrug sein Vorsprung auf Simon Staufer, der sich die Silbermedaille sicherte, knapp vor Dominic Grill, der Bronze gewann. Die Titelkämpfe waren eingebettet in den Ananas Cup, einem zweitägigen Event in Hartberg.
Denn den Alten Bauhof der Stadt hat Vereinsboss Martin Allmer in ein wahres Trials-Paradies umgewandelt. Im Innenhof finden sich mehrere unterschiedliche Sektionen, aber es gibt auch einen eigenen Trainingskurs und sogar Übungsbereiche die überdacht sind. Der fixe Außenparcours wird von Jahr zu Jahr erweitert, besonders hervorzuheben ist dabei die Hartberg-Sektion, die zahlreiche Wahrzeichen der Stadt enthält wie den Fluss Safen, das Ortsschild, das Rathaus, den Aussichtsturm Ringkogel oder eine Steirische Eiche.
“Es steckt viel Liebe und Arbeit drinnen, aber ich komme aus Hartberg und auch der Verein. Das wollen wir präsentieren und repräsentieren. Wir sind ein kleiner Teil unserer Sportstadt und darauf sind wir auch sehr stolz“, berichtete der Ananas-Obmann und Veranstalter des Events.
Meisterschaft als Auftakt der Saison
Wichtig sind ihm aber vor allem seine Athletinnen und Athleten, insgesamt fast 30 an der Zahl, die in den zahlreichen Nachwuchskategorien um die begehrten und Jahr für Jahr einzigartigen Pokale und Medaillen fahren. Denn Trials bietet mehrere Schwierigkeitsstufen und so finden sich nicht nur Weltbeste wie der Weltmeister von 2018, Thomas Pechhacker) unter den Startern, sondern auch die Jüngsten der Jüngsten.
“Natürlich ist es am besten, wenn du so früh wie möglich mit dem Sport beginnst. Aber Trials kann in viele Facetten ausgelegt werden, egal ob im Wettkampf, im Training oder als spektakuläre Show“, erklärte Pechhacker, für den die Staatsmeisterschaften der Saisonauftakt waren. Denn schon am nächsten Wochenende wartet der erste Weltcup in der Schweiz, die Saisonhighlights sind die Europameisterschaften Anfang September und im November dann die Weltmeisterschaften in Riyadh.
Perfekte Bedingungen in Hartberg
Bei den letzten Titelkämpfen wurde der Niederösterreicher Vierter, übrigens punktegleich mit den Silber- und Bronzemedaillengewinnern. Oft entscheiden nur Kleinigkeiten in der Sportart, wo die Athletinnen und Athleten aus dem Stand auf Hindernisse springen und mit perfekter Balance die vorgegebenen Routen fehlerfrei passieren.
Da aller Anfang aber schwierig ist, haben die Sektionen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Langsam steigert man über Jahre die Herausforderung, ehe die ganz Guten schlussendlich um die Meistertitel fahren. “Wir brauchen den Nachwuchs, damit unser Sport weiterwächst. Die Hartberger sind ein sehr dynamischer Verein und haben wirklich perfekte Bedingungen für unseren Sport geboten. Die eigenen Sektoren überzeugen durch Kreativität, sind aber auch sehr spannend zu befahren“, attestierte der Weltmeister von 2018 dem Kurs in der Steiermark ein gutes Niveau.
Und genau dort, wo am Wochenende die Titelkämpfe ausgetragen wurden, trainieren Woche für Woche die Jungen. “Im Trials musst du die Herausforderung annehmen, die durch die anderen geschaffen wird. Warum schafft er das Element, wo muss ich mich verbessern“, erklärt Allmer, der nicht nur seine Kids regelmäßig auf der Anlage begrüßt, sondern auch zahlreiche internationale Gäste: “Nicht nur der österreichische Nachwuchs und die Elite war zu bestaunen, auch einige Teamfahrer aus Ungarn, Tschechien und Slowakei waren am Start am Wochenende und das freut mich immer besonders.“
Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband





