Sieben kleine Lügen führten Mona Mitterwallner zum dritten Weltcupsieg

Es war noch nicht die Saison von Mona Mitterwallner am Mountainbike, aber beim Olympic Cross Country am Sonntag beim dritten Weltcup in Nove Mesto feierte die Tirolerin ihren Durchbruch. Sie setzte sich im Sprint gegen die aktuelle Nummer eins der Welt, die Neuseeländerin Samara Maxwell durch und feierte den dritten Weltcuperfolg ihrer Karriere.

“Ich kann es gar nicht glauben, dass ich in Nove Mesto gewinnen konnte. Denn hier ist der Sieg besonders schwierig für mich, denn die Anstiege sind nicht so lange und das Rennen ist immer so schnell“, erklärte die 23-Jährige nach dem Rennen. Nachdem sie aus der ersten Runde auf Platz 31 zurückkehrte, kämpfte Mitterwallner sich nach vorne. “Ich lag nur 27 Sekunden hinter der Spitze, habe dann wieder zehn Sekunden in der nächsten Runde aufgeholt und dachte mir, jetzt fahre ich was geht“, schilderte sie weiter.

„Ich sagte mir, jetzt musst du noch einmal tief gehen“

Als sie dann die Top fünf erreichte, dachte sie erstmals an den Sieg, wusste aber, dass sie die sprintstärkeren Fahrerinnen von ihrem Hinterrad loswerden muss. Dies gelang ihr nicht ganz, denn die Neuseeländerin Maxwell bis sich an der Österreicherin fest. “Ich sagte mir, jetzt musst du noch einmal tief gehen Mona, konnte aber eigentlich nicht mehr. Um ehrlich zu sein, habe ich mich da angelogen, aber das war nicht das einzige Mal in diesem Rennen. Ich habe mich sieben Mal angelogen“, erzählte sie weiter.

Am Ende konnte sie sich vor Maxwell durchsetzen und erreichte ihren dritten Weltcuperfolg ihrer Karriere, mit Startnummer 59. Im Short Track am Samstag war sie noch auf Platz 21 gelandet, bislang erreichte sie in den Weltcuprennen in dieser Saison noch nicht einmal die Top 15, nun klappte es, gleich eindrucksvoll mit dem Sieg. Ihre Landsfrau Laura Stigger wurde Sechste, Tamara Wiedmann landete auf Platz 17. Im Short Track landete das Duo auf den Plätzen elf für Stigger und 15 für Wiedmann.

Auch U23-Frauen glänzen in Nove Mesto

Bei den Elite-Männern landete Lukas Hatz als bester Österreicher auf Platz 67, Mario Bair wurde 71ter. In der U23-Kategorie hatte Julius Scherrer Pech im Short Track, schied nach einem Defekt früh aus. Im Cross-Country kämpfte er sich auf Rang 27 nach vor, sammelte damit Weltcuppunkte, wie auch Alexander Hammerle auf Platz 50 und Christoph Holzer als 55ter.

In der U23 landete Katharina Sadnik am Samstag im Short Track auf dem fünften Rang, zehn Sekunden hinter der Siegerin Ava Holmgren aus Kanada. “Eine solche Platzierung habe ich mir vorgenommen, weil es bei den europäischen Weltcups nochmals anders ist als in Übersee“, so Sadnik, die beim Auftakt in Brasilien zweimal am Podium stand.

Während die Kärntnerin eine absolute Spezialistin für das schnelle und kürzere Format ist, überraschte Katrin Embacher als Achte am Samstag. Die Tirolerin bestätigte die gute Leistung am Sonntag aber auch im Cross-Country, wo sie Neunte wurde. Die Oberösterreicherin Clara Sommer belegte Platz 22 am Sonntag und lag damit auch vor Sadnik, die Rang 24 belegte.

Der nächste Einsatz im Weltcup für das heimische Cross-Country-Team ist dann der Heimweltcup in Saalfelden-Leogang von 5. – 8. Juni.

 

Text- und Bildquelle: ÖRV – Österreichischer Radsportverband | Peter Maurer & Monica Gasbichler

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